Die Europäische Leidenschaften entfesseln

Von Hugo-Louis Leclerc - Ubersetzt von Yann von der Brelie

"France Inter es ist 8 Uhr morgens, es ist für zwei Tage lang die Aufgabe der Radiosender den deutschen Bundestag zu verfolgen, die den Beginn der Post-Merkel-Ära eröffnet. » 

Ein Start, der für die nächste Bundestagswahl im, Oktober 2021, unwahrscheinlich früh erscheint. Es war am Morgen der amerikanischen Wahlen, zu einer Zeit, als alle nach Amerika blickten. 

Über die Frage hinaus, ob wir zu viel getan haben, sollten wir uns nun fragen, warum wir genau wissen, dass wir für die nächsten Europawahlen nicht genug tun werden. 

Das bevorstehende Ende der „Merkelära“ wird entscheidend und folgenreich für Europa sein, das einen - vor allem deutsch-französischen - Anker verliert und das Gleichgewicht ins Schwanken bringt, das um ihren Nachfolger herum wieder aufgebaut werden muss. Wird der/die Nächste im Einklang mit dem europäischen Impuls Deutschlands stehen, dem die Bundeskanzlerin den Anstoß gegeben hat? 

Wäre es im Vorfeld dieser Wahlen, die in weniger als einem Jahr anstehen, nicht genau der richtige Zeitpunkt, um alle für Herausforderungen des politischen Spektakels zu interessieren, das sich jenseits des Rheins (in Deutschland) abspielt: Welcher Kandidat der CDU wird ihr Nachfolger, wird es einen Aufstieg oder Fall der AfD geben, welchen Platz nimmt die SPD ein, die seit den letzten Wahlen ständig im Niedergang begriffen ist? Wie verlaufen die Wahlen überhaupt?  

All dies sind Fragen, die es verdienen, zum Wohle des europäischen Bürgerbewusstseins hervorgehoben zu werden, eine Art Einführung in die Politik unserer Nachbarn nicht nur oberflächlich, wie die Analysen in Amerika von Staat zu Staat von North Carolina bis Wisconsin. 

Clément Beaune, Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, zog in einem Interview auf CNEWS eine Parallele zu unseren Kenntnissen über die deutschen Bundesländer. Deutschland ist auch ein föderales Land: Betrachten wir die Unterschiede zwischen den Bundesländern, ihre unterschiedlichen Sensibilitäten und Bestrebungen, die immer noch ausgeprägte Kluft zwischen Ost und West.

Schließlich ginge es darum, unseren Nachbarn besser kennen zu lernen, der im Begriff ist, eines der wenigen Symbole zu verlieren, die wir von ihm zu kennen: Angela Merkel. 

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