Eine neuer Ehrgeiz für die deutsch-französiche Jugend

Von Léandre Lepers - Ubersetzt von Nicoletta Maier und Emma Müller

Eine Jugend die „austauschen, sich treffen und sich gegenseitig verstehen soll“, dies ist der Wortlaut des von De Gaulle und seinem deutschen Amtskollege Konrad Adenauer im Jahre 1963 unterschriebenen Elysée-Vertrags. Dieser ehrliche Wille der zwei Staatschefs, ist die Säule des Projekts einer deutsch-französischen Jugend. Dieser Wille führte auch zu der Entstehung des Deutsch Französischen Jugend Werks dem die schwere Aufgabe zugeteilt wurde, die zwei Jungenden zusammen zu bringen anschliesslich drei Kriegen und in Zeiten in denen die Verständigung nicht ganz so selbstverständlich und natürlich ist wie heutzutage.

Durch eine übertreffende Vorstellungskraft, einem tiefen Ansporn und einer rastlosen Leistung, hat das DFJW es erreicht, die Sprachhindernisse abzuschaffen. Es hat es erreicht, einen riesigen Spielplatz und Begegnungsgort aus Frankreich und Deutschland zu schaffen der tausenden von Jugendlichen dient. Denen die es gewagt haben ihrem Nachbar die Hand zu reichen und sich gemeinsam bei den thematischen Treffen und Schulhaustäuschen kennengelernt haben. Somit scheint der Wortlaut der „deutsch-französichen Jugend“ im Singular erreicht zu sein.

Jedoch erscheint das Projekt einer verbundenen, und verknüpften deutsch-französischen Jugend, zu dem Zeitpunkt in dem sie in Gang gesetzt werden sollte, eher angeschlagen. Die Arbeit über die deutsch-französische Jugend würde einen zweiten Impuls verdienen, dieser würde es ermöglichen von dem begegnungs- und Austauschstadium der Nachbarländer auf ein Stadium von binationalen Studiengängen und Arbeitsgelegenheiten umzuschalten.

Es sind kaum Schüler und Studenten über Abibac informiert und es gibt immer noch zu viele, junge Leute die am Vortag der Wahl ihres Studiums noch nie von der Deutsch Französischen Hochschule gehört haben.

Die deutsch-französische Bildung und Ausbildung ist zwar der Grundstein des deutsch-französischen Projekts, scheint jedoch an Klarheit und Sichtbarkeit zu fehlen. Es gibt zwar zahlreiche Arten in Frankreich die deutsche Sprache zu lernen, diese sind aber kaum sichtbar. Es ist zwar für manche Studenten und Schüler durch ihre deutsch-französische Wurzeln selbstverständlich sich an einem binationalen Studiengang zu bewerben, für andere ist die Wahl eines solchen Studienganges dem Zufall zu zurechnen. Es sind kaum Schüler und Studenten über Abibac informiert und es gibt immer noch zu viele, junge Leute die am Vortag der Wahl ihres Studiums noch nie von der Deutsch Französischen Hochschule gehört haben. Es sind jedoch diese zwei Organisationen die dieser binationalen Jugend als Schanze dienen sollten. Das vertiefte Lernen der deutschen Sprache, sowie die Entdeckung des Nachbarlandendes scheint von nichts anderem als von sich selbst gebremst zu sein. Der Trumpf der die Beherrschung der deutschen Sprache darstellt, ist selbstverständlich. 70% der Studenten die ein Studiengang der DFH beendet haben, haben in weniger als drei Monaten einen Arbeitsplatz gefunden und die deutsche Sprache ist die zweitmeistgesuchte Sprache der Arbeitswelt. Somit hätte die deutsch-französische Ausbildung große Aussichten auf Erfolg, jedoch ist sie zu unbekannt.

Dies kann man durch eine Art Furcht der französischen Studenten und Schülern in Hinsicht auf die Beherrschung der deutschen Sprache erkären. Diese wird als kompliziert angesehen und die Vorstellung an einem deutsch-französischem Studiengang teilzunehmen bereitet Angst vor, da die Attraktivität Deutschlands oft unterschätzt wird. Trotz einer Versöhnungsarbeit die auf die letzten Jahrzehnte zurück zu führen ist, bleiben die Vorurteile in den Bevölkerungen spürbar. Diese beruhen meistens auf von Humor geprägten Streichen, die jedoch zum Teil echte Befürchtungen des Nachbars, seiner Sprache und Kultur begründen können. Diese Befürchtungen könnten dadurch verhindert werden, indem die Hürde einer neuen Kultur überwindet wird, was wiederum bloß möglich erscheint, wenn man weiß wie man dieses Ziel anstreben soll.

Für eine Vereinheitlichung ab dem Gymnasium

Die ganze Frage eines zweiten Impulses beruht dementsprechend auf der Verständigung und Aufklärung der deutsch-französischen Gelegenheiten. Dies ist bloß möglich, wenn die Kommunikation ihrerseits ebenso klar und zugänglich ist. Somit wäre das erstrebte Ziel eine Vereinheitlichung der deutschen Studiengänge in Frankreich und der französischen Studiengänge in Deutschland auf dem „niveau secondaire“ und somit auf Gymnasiumniveau. Idem man sich auf dem Abibac Studiengang stützt, der zwar sehr wirksam aber in zu spät in der Schullaufbahn eines Schülers eintretet, würde ein solches Format von der sechsten Klasse an, eine umso größere Verbindung zum Nachbarland ermöglichen. Dieser Studiengang würde somit ein gemeinsames Geschichts- und Erdkundeprogramm enthalten, sowie Literaturunterricht in der Fremdsprache und regelmäßige Austausche mit deutschen Partnerschulen. Diese würden somit von der DFH als tatsächliche Partner betrachtet werden um die verschiedenen deutsch-französischen Berufsaussichten zu fördern.

Die Jugend ist bereit zu lernen und hat viel zu bieten, sie ist der Hebel auf dem schon immer und immer wieder gezogen werden muss um die deutsch-französische Partnerschaft zu steigern und aus dieser einen entscheidenden Teil des Europäischen Bauwerks zu machen.

Zeichnung von René Leroy

Comments (2)

  • Bravo pour cette réflexion. Certains français sont quand même privilégiés, je veux parler des alsaciens…, puisque nos petits enfants pratiquent le français et l’allemand depuis l’école maternelle . Mais il leur manque quelque chose de très important, c’est d’avoir des correspondants allemands et de faire des échanges avec les écoles allemandes si proches de chez eux..
    Bonne continuation à tous.

    Solange FAURE
    Antworten
  • Bonjour,
    L’idée d’une DNL (discipline non linguistique) enseignée en allemand (il est question dans l’article de l’histoire géo) est trop élitiste. Combien de collège en France pourront la proposer ? Dans le sud-ouest de la France où j’enseigne, je n’ai aucun collègue qui maîtrise assez bien l’allemand pour pouvoir l’enseigner en histoire-géographie. Je pense que c’est un problème plus vaste de perception du voisin européen. Les préjugés sont tenaces et de plus en plus. Les professeurs d’allemand sont laissés seuls avec la responsabilité de rendre l’enseignement de la langue allemande attractif. Le problème est là : il vient d’une volonté politique. Quand l’allemand disparaît d’un collège, beaucoup s’en réjouissent car on gagne des heures. Quand il n’y a que 12 élèves qui choisissent allemand, l’allemand coûte cher. Tant que la logique comptable régnera dans l’éducation nationale, il sera difficile de faire évoluer les mentalités.
    Julie Benketira, professeure agrégée d’allemand, Charente-Maritime

    BENKETIRA
    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Start typing and press Enter to search

Shopping Cart