Eine Diskussionsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Insititut Français de Bonn, in Zusammenarbeit mit der DenkFabrik.

Zum Wandel der Debattenkultur in der Öffentlichkeit und den Medien

25.03.20 - 18h15

Wie streiten Deutsche und Franzosen über politische Themen? Auftakt der vierten Staffel der Deutsch-Französischen Zukunftswerkstatt.

Können Sie sich eine lebendige Demokratie ohne den politischen Meinungsstreit in der Öffentlichkeit vorstellen? Politische Debatten werden im Parlament, im Fernsehen, im Internet geführt. Aber wie werden sie geführt, mit welchen Mitteln? Die Bandbreite reicht heute von Argumenten über Desinformationen bis hin zu Verleumdungen und Drohungen.

Unliebsame Positionen werden gerne auch mal aus Foren ausgeschlossen, weil sie als Verletzung von Gefühlen oder als unpassend stigmatisiert werden (Cancel Culture). An die Stelle der Öffentlichkeit treten mehr und mehr Filterblasen Gleichgesinnter, die Anschlussfähigkeit gar nicht mehr anstreben und die politische Auseinandersetzung durch Ge- und Verbote des Sagbaren definieren. Der Meinungsstreit wird zum Machtkampf von Identitäten.

Facebook, Twitter, Youtube-Videos und Chat-Apps übernehmen die Funktion der Marktplätze in der Antike und der Talkshows des Fernsehzeitalters. Aber wenn der Kampf der Bilder, Memes und Deutungen die Grundlagen des Pluralismus im demokratischen Meinungsstreits selbst untergräbt, ist es an der Zeit, sich erneut über den Sinn von Debatten zu verständigen.

Wie sich die öffentliche Debatte in Frankreich und Deutschland in der Vergangenheit entwickelt und wie sich die Streitkultur in beiden Ländern verändert hat, wie die Politik darauf reagiert, darüber wollen wir mit Experten sprechen.

Es diskutieren:

Thomas Huchon, Paris, Journalist und Dokumentarfilmer, und Ralf Schuler, Berlin, Leiter des Parlamentsbüros BILD

Moderation: Andreas Noll (freier Redakteur, „Europa heute“ Deutschlandfunk)

Anmeldung

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